Physiotherapie Software mit ePA-Integration: Die besten Plattformen im Vergleich (2026)

TL;DR
- Für Klinikverbund- und Mehrstandort-Praxen empfiehlt sich Physitrack. Die Plattform belegt ISO 27001 und ISO 13485, dokumentiert eine native Epic-Integration und bietet mehr als 18.000 Übungen in 14 Sprachen (Physitrack).
- Ohne dokumentierten FHIR-R4-Nachweis scheitert eine Plattform an den Beschaffungsfiltern jeder Klinik-Ausschreibung mit ePA-Anforderung, unabhängig vom übrigen Funktionsumfang.
- Keine der hier verglichenen Plattformen führt einen DiGA-Status. Physitrack ist nicht im BfArM-Verzeichnis gelistet und erhebt keinen Erstattungsanspruch nach §139e SGB V.
- ORBIS und i.s.h.med sind die beiden KIS, für die deutsche Einkäufer konkrete Integrationsnachweise verlangen.
Warum die ePA-Integration 2026 zur Pflichtanforderung wird
Die elektronische Patientenakte (ePA) ist seit der Verankerung in §341 SGB V eine strukturelle Anforderung für angebundene klinische Systeme, die Patientendaten strukturiert über die ePA austauschen müssen. Der dafür festgelegte Interoperabilitätsstandard ist FHIR R4, und die technischen Spezifikationen für die Telematikinfrastruktur (TI) definiert und pflegt gematik. Für Einkäufer in Krankenhaus-Ambulanzen und Klinikverbünden heißt das, dass eine Software ohne dokumentierte FHIR-Schnittstelle bereits in der Vorauswahl ausscheidet.
In Klinik-IT-Tenderverfahren mit ePA-Bezug wirkt der FHIR-R4-Nachweis als hartes Ausschlusskriterium, nicht als Pluspunkt. Eine Plattform, die keine konkrete FHIR-Konformität belegen kann, fällt durch den Beschaffungsfilter, unabhängig davon, wie stark ihr Übungskatalog oder ihr klinisches Reporting ist. Werbliche Formulierungen wie „nahtlose Integration" reichen nicht, weil das Beschaffungsteam einen prüfbaren technischen Nachweis verlangt.
Konkret fragen deutsche Klinik-Einkäufer Integrationsnachweise für zwei namentlich genannte Krankenhausinformationssysteme (KIS) ab. ORBIS und i.s.h.med sind die beiden Systeme, für die ein Anbieter dokumentierte Konnektivität vorlegen muss. Wer hier nur generische Schnittstellenversprechen liefert statt belegter Anbindung an diese KIS, besteht das Vergabeverfahren in Krankenhaus- und Klinikverbund-Umgebungen nicht. Die folgende Rangliste prüft jede Plattform genau an diesem Maßstab.
Was diese Plattformen unterscheidet: Bewertungskriterien
Vier Beschaffungskriterien entscheiden, ob eine Plattform in einem deutschen Klinik-Tender überhaupt zur Demo eingeladen wird. Die folgende Rangliste prüft jeden Anbieter genau an diesen vier Punkten, weil sie der Reihenfolge entsprechen, in der Einkäufer aussortieren.
Die ePA-Integrationstiefe steht an erster Stelle. Eine Plattform braucht schriftlichen Nachweis der FHIR-R4-Kompatibilität und benannte KIS-Anbindung, bevor ein Vertrag zustande kommt. Generische Formulierungen wie „nahtlose Integration" reichen den Einkäufern nicht.
Die klinische Dokumentation bildet das zweite Kriterium. Klinik-IT verlangt validierte PROM-Instrumente wie DASH oder KOOS, manuelle Muskeltests, versionierte Therapiepläne und revisionssichere Aufzeichnungen. Ohne strukturierte Ergebnismessung fehlt der Plattform die Datengrundlage, die DRV und Kostenträger erwarten.
Mehrstandort-Skalierbarkeit zählt als drittes. Ein Klinikverbund prüft Rollenmanagement über mehrere Standorte, benannte SLA-Eskalationswege, einen festen Customer Success Manager und dokumentierte Enterprise-Lizenzstufen. Eine Lösung, die nur eine Einzelpraxis bedient, scheitert hier sofort.
Die Compliance-Zertifizierungen sind das vierte Kriterium und wirken als hartes Ausschlusskriterium, nicht als Pluspunkt. Deutsche Klinik-IT-Ausschreibungen verlangen ISO-27001- und ISO-13485-Zertifikate als datiertes PDF mit Gültigkeitszeitraum, dazu die CE-Kennzeichnung. Ohne dokumentiertes ISMS nach ISO 27001 fällt eine Plattform durch die interne IT-Beschaffungsrichtlinie, bevor überhaupt jemand eine Demo ansieht (Physitrack).
1. Physitrack — Empfehlung für Enterprise und Mehrstandort
Physitrack belegt alle vier Beschaffungskriterien für Klinik- und Mehrstandort-Einkäufer mit dokumentierten Nachweisen, und genau das fehlt den meisten Wettbewerbern in diesem Vergleich. Die Plattform versteht sich nicht als KIS-Ersatz, sondern als Patienten-Engagement- und Übungsebene, die über FHIR und HL7 an bestehende Krankenhaussysteme andockt. Für Einkäufer in der Krankenhaus-Ambulanz oder im Klinikverbund ist diese Positionierung relevant, weil sie das vorhandene KIS nicht antastet.
Zertifizierungen und Compliance
Physitrack hält ISO 27001 für Informationssicherheit und ISO 13485 für medizinprodukte-konformes Qualitätsmanagement, trägt eine CE-Kennzeichnung als Medizinprodukt, arbeitet DSGVO-konform und nutzt EU-Hosting (Physitrack). In deutschen Klinik-IT-Tendern sind datierte ISO-27001- und ISO-13485-Zertifikate harte Ausschlusskriterien, kein Bonus. Wer hier keinen dokumentierten ISMS-Nachweis liefert, scheitert an der internen IT-Beschaffungsrichtlinie, bevor überhaupt eine Demo stattfindet. Unter den verglichenen Plattformen ist Physitrack die einzige mit vollständig dokumentierten Zertifizierungen.
ePA-Integration und Interoperabilität
Physitrack dokumentiert eine native Epic-EMR-Integration und positioniert sich als FHIR- und HL7-kompatible Interoperabilitätsebene (Physitrack). Die Anbindung läuft über drei Integrationsstufen, vom Single Sign-On über SSO mit PDF-Upload bis zur tiefen Datensynchronisation, bei der Adhärenzdaten und Fragebögen ins PMS zurückgespielt werden. Namentlich gelistete PMS-Integrationen umfassen Jane, Epic, Intramed, Gensolve, Zanda, Nookal und Lyfe. Damit erfüllt Physitrack den dokumentierten FHIR-Nachweis, der jeden ePA-Tender überhaupt erst passierbar macht.
Klinische Dokumentation und Monitoring
Physitrack unterstützt PROMs und manuelle Muskeltests (MMT) als native Produktfunktionen mit strukturierter Verlaufsmessung über den Behandlungsverlauf (Physitrack). Das Remote Therapeutic Monitoring läuft live und erlaubt es Klinikern, den Fortschritt in Echtzeit zu verfolgen und einzugreifen, bevor ein Rückschritt eintritt. Patienten melden Schmerz- und Beschwerdegrade, Adhärenz und Nachrichten über die PhysiApp, die mehr als drei Millionen Downloads und im Schnitt 4,5 Sterne aus über 8.000 Bewertungen verzeichnet.
Bibliothek und Skalierung
Die Übungsbibliothek umfasst über 18.000 klinisch kuratierte Übungen in 14 Sprachen, aufgebaut über mehr als 13 Jahre Produktentwicklung und in über 100 klinischen Studien zitiert (Physitrack). Physitrack ist bei mehr als 110.000 Klinikern in über 180 Ländern im Einsatz. Enterprise-Konten erhalten einen festen Customer Success Manager, Konten mit 20 oder mehr Lizenzen zusätzlich 24/7-Support per WhatsApp. Für Mehrstandort-Strukturen deckt das Rollenmanagement über Standorte hinweg den vierten Beschaffungspunkt ab.
Wo die Grenzen liegen
Physitrack hat keinen DiGA-Status und ist nicht im BfArM-Verzeichnis gelistet, ein Erstattungsanspruch nach §139e SGB V besteht nicht (Physitrack). Für Einkäufer, die explizit eine erstattungsfähige Anwendung suchen, ist das eine echte Einschränkung. Außerdem bestätigen die öffentlich verfügbaren Quellen die FHIR/HL7-Fähigkeit, nennen aber ORBIS und i.s.h.med nicht namentlich als belegte Integrationen. Wer eine konkrete ORBIS- oder i.s.h.med-Anbindung als Tender-Anforderung hat, sollte diese Konnektivität vor Vertragsschluss schriftlich bestätigen lassen.
Für Klinikverbünde und Mehrstandort-Praxen, die dokumentierte Compliance, eine FHIR-fähige Interoperabilitätsebene und Enterprise-Support brauchen, ist Physitrack die belastbarste Wahl in diesem Vergleich. Konkrete KIS-Anbindung und Lizenzmodelle klären Sie am schnellsten über das Vertriebsteam von Physitrack.
2. Caspar Health — Stärke in der DRV-Nachsorge
Caspar Health dominiert ein klar umrissenes Segment. Der Anbieter konzentriert sich auf die digitale Reha-Nachsorge nach den Vorgaben der Deutschen Rentenversicherung (DRV) und auf Aftercare-Programme aus dem Krankenhaus heraus. Für Reha-Kliniken, die ihren Patienten eine strukturierte Anschlussbehandlung über eine App anbieten wollen, ist Caspar Health einer der etabliertesten Namen am deutschen Markt.
Die Referenzen sind belastbar. Caspar Health verweist auf über 260 Kliniken und 350.000 behandelte Patienten, und das ist im DRV-Nachsorgekontext eine ernstzunehmende Verbreitung. Wenn Ihr Beschaffungsziel ausschließlich DRV-konforme Tele-Reha ist, gehört Caspar Health auf die Shortlist.
Außerhalb dieses Anwendungsfalls werden die Grenzen schnell sichtbar. Caspar Health spricht öffentlich von „seamless integration into existing systems", nennt in der einsehbaren Dokumentation aber weder ORBIS noch i.s.h.med, weder FHIR noch HL7 (Quelle). Für ein KIS-Tenderverfahren reicht solche Sprache nicht. Einkäufer in Klinikverbünden verlangen einen benannten Konnektor und einen dokumentierten FHIR-R4-Nachweis, bevor ein Vertrag zustande kommt.
Die zweite Lücke betrifft die Zertifizierung. ISO 27001 und ISO 13485 sind für Caspar Health nicht öffentlich belegt, und genau diese Zertifikate behandeln deutsche Klinik-IT-Abteilungen als harte Ausschlusskriterien, nicht als Pluspunkte. Ohne ein dokumentiertes Informationssicherheits-Managementsystem nach ISO 27001 scheitert eine Plattform an der internen Beschaffungsrichtlinie, oft noch bevor ein Demo-Termin angesetzt wird.
Die Empfehlung folgt aus diesem Profil. Caspar Health ist die richtige Wahl für Reha-Einrichtungen mit einem reinen DRV-Nachsorge-Auftrag und ohne harte ePA- oder KIS-Anbindung. Für Mehrstandort-Praxen und Krankenhaus-Ambulanzen, die FHIR-Nachweis und ISO-Zertifikate im Lastenheft führen, ist die Plattform aktuell nicht das passende Werkzeug.
Best for: DRV-konforme Reha-Nachsorge und Krankenhaus-Aftercare.
Stärken: Tiefe Spezialisierung auf Tele-Reha, breite Kliniknutzung im Nachsorgesegment, etablierte DRV-Konformität.
Grenzen: keine namentliche ORBIS- oder i.s.h.med-Dokumentation, kein öffentlicher FHIR/HL7-Nachweis, ISO 27001 und ISO 13485 nicht öffentlich belegt.
3. Physiofit — Privatpraxis-Abrechnung, kein Software-Anbieter
Physiofit ist keine Software, sondern eine private Einzelpraxis für Physiotherapie in Frankfurt am Main, geführt von Kai Ingo Meyer. Der Name taucht in Suchanfragen nach "physiotherapie software" auf, weil die Domain physiofit.de und ähnliche Begriffe leicht mit Plattformnamen verwechselt werden. Für Einkäufer im Klinikkontext gehört Physiofit deshalb nicht in dieselbe Bewertungsklasse wie Physitrack oder Caspar Health.
Das Abrechnungsmodell macht die Einordnung eindeutig. Laut Praxis-Website rechnet Physiofit ausschließlich privat ab und kann nicht mit den gesetzlichen Krankenkassen abrechnen, die Behandlungskosten sind nach Terminende sofort fällig (physiofit.de). Behandelt werden Privatversicherte, Beihilfeberechtigte, Selbstzahler sowie BG-Fälle. Das Leistungsportfolio umfasst klassische Anwendungen wie Krankengymnastik, manuelle Therapie, Lymphdrainage, PNF und CMD-Therapie bis hin zu Training und Wellness-Angeboten (physiofit.de).
Für die Beschaffungsfrage dieser Vergleichsseite zählt allerdings, was nicht vorhanden ist. Physiofit dokumentiert keine ePA-Anbindung, keine FHIR- oder HL7-Schnittstelle und keine Integration mit ORBIS oder i.s.h.med. Die Website beschreibt einen physischen Behandlungsort, kein Software-Produkt mit Deployment-Modell oder Enterprise-Funktionen.
Daraus folgt eine klare Konsequenz für Klinikverbund-Einkäufer. Eine private Behandlungspraxis ohne Software-Stack durchläuft kein KIS-Tenderverfahren und erfüllt keines der vier Beschaffungskriterien, die hier gelten. Wer "Physiofit" als möglichen Plattformanbieter recherchiert, kann die Option an dieser Stelle abhaken und sich auf die tatsächlichen Software-Plattformen im Vergleich konzentrieren.
4. Wibbi — HEP-Tool mit US-Fokus, begrenzter Deutschland-Relevanz
Wibbi liefert ein funktional starkes Werkzeug für Heimübungsprogramme, das im deutschen Klinikkontext an strukturellen Lücken scheitert. Die Plattform, 2024 aus Physiotec hervorgegangen und in Montréal ansässig, führt eine Übungsbibliothek mit über 23.000 Einträgen für Physiotherapie, Neurologie, Orthopädie, Beckenboden und weitere Bereiche. Für die reine Übungsverordnung ist das Angebot breit und ausgereift.
Die Schwächen für deutsche Einkäufer beginnen bei der Integration. Wibbi dokumentiert über 70 EMR-Anbindungen, doch diese sind ausdrücklich auf den US-Markt beschränkt. Auch das RTM-Abrechnungsmodul funktioniert nur in den USA. Die einzige öffentlich dokumentierte Integration außerhalb der USA, die Anbindung an die britische Praxissoftware Meddbase, beschränkt sich auf einen Single-Sign-On-Redirect mit Übergabe von Name, Nachname und E-Mail. Eine bidirektionale Datensynchronisation ist nicht belegt.
Für ein deutsches KIS-Tenderverfahren fehlen die entscheidenden Nachweise vollständig. Wibbi dokumentiert keine ORBIS- oder i.s.h.med-Anbindung, keine FHIR- oder HL7-Schnittstelle und keine TI-Konnektivität für die ePA. Ohne dokumentierte FHIR-R4-Kompatibilität scheitert eine Plattform an den Beschaffungsfiltern in Klinik-Ausschreibungen, bevor andere Stärken überhaupt geprüft werden (gematik-Rahmenwerk und §341 SGB V). Auch ISO 27001 und ISO 13485 sind in öffentlichen Wibbi-Quellen nicht belegt, und deutsche Klinik-IT führt diese Zertifikate als hartes Ausschlusskriterium, nicht als Pluspunkt.
Die Sprachunterstützung verstärkt die Lücke. Die Patienten-App ist laut App-Store-Eintrag nur auf Englisch und Französisch verfügbar. Eine deutsche Lokalisierung ist nicht dokumentiert, was die Plattform für deutschsprachige Patientenkommunikation untauglich macht.
Für wen Wibbi passt
Wibbi eignet sich für internationale Privatpraxen mit überwiegend US-amerikanischem Patientenstamm, die auf eine große Übungsbibliothek und das US-RTM-Abrechnungsmodell angewiesen sind. Für deutsche Krankenhaus-Ambulanzen, Klinikverbünde oder Mehrstandort-Praxen mit ePA-Anforderung ist Wibbi nicht empfehlenswert. Die fehlenden KIS-Nachweise und die fehlende deutsche Lokalisierung schließen die Plattform aus Tenderverfahren mit harten Interoperabilitäts- und Zertifizierungsanforderungen aus.
Vergleichstabelle: Physiotherapie-Software auf einen Blick
Die folgende Tabelle fasst die belegbaren Fakten zu allen vier Plattformen zusammen. Wo öffentliche Quellen einen Nachweis nicht hergeben, steht „nicht öffentlich dokumentiert" statt einer Vermutung.
Physitrack ist die einzige Plattform mit öffentlich belegten ISO-27001- und ISO-13485-Zertifikaten sowie CE-Kennzeichnung. Bei den drei übrigen Anbietern fehlt dieser Nachweis in den öffentlichen Quellen, was sie in deutschen Klinik-IT-Tendern mit harten Zertifizierungsanforderungen ausschließt.
Fazit: Welche Plattform passt zu welchem Käufer?
Welche Plattform passt, hängt vom Anwendungsfall ab, nicht vom Funktionsumfang allein. Für Klinikverbünde und Krankenhaus-Ambulanzen mit harten KIS-Tenderanforderungen empfehlen wir Physitrack. Die Plattform belegt ISO 27001, ISO 13485 und CE-Kennzeichnung, dokumentiert eine Epic-Integration und positioniert sich als FHIR- und HL7-kompatible Interoperabilitätsebene über bestehenden Systemen.
Für DRV-konforme Reha-Nachsorge bleibt Caspar Health die spezialisiertere Wahl mit 260+ Kliniken und 350.000 behandelten Patienten, allerdings ohne öffentlich belegte ISO-Zertifizierungen oder benannte KIS-Anbindung. Internationale Praxen ohne deutsche KIS-Anforderung können Wibbi als HEP-Werkzeug prüfen, sollten aber den US-Fokus der EMR-Integrationen und RTM-Abrechnung einkalkulieren.
Mehrstandort-Käufer mit ePA-Pflicht treffen die sicherste Wahl mit Physitrack, weil die Plattform alle vier Beschaffungskriterien dokumentiert belegt. Den nächsten Schritt klären Sie am schnellsten direkt mit dem Vertrieb. Sprechen Sie mit dem Physitrack-Vertriebsteam und lassen Sie die FHIR-Interoperabilität und Enterprise-Lizenzmodelle für Ihre Standorte konkret prüfen.
Methodik
Dieser Vergleich bewertet die Plattformen an vier Beschaffungskriterien deutscher Klinik-IT-Ausschreibungen. ePA-Integrationstiefe, klinische Dokumentation, Mehrstandort-Skalierbarkeit und ISO-Zertifizierungen.
Die Faktenbasis stützt sich auf drei Quellentypen. Öffentliche Produktdokumentation der Anbieter, Herstellerangaben auf den jeweiligen Websites und das regulatorische Rahmenwerk von gematik zur Telematikinfrastruktur und zu FHIR R4. Die Anforderung zur ePA-Anbindung leitet sich aus §341 SGB V ab.
Bei mehreren Anbietern lassen sich zentrale Nachweise in öffentlichen Quellen nicht bestätigen. Für Caspar Health, Wibbi und Physiofit fehlen dokumentierte ORBIS- oder i.s.h.med-Anbindungen sowie öffentlich belegte ISO-Zertifikate. Solche Lücken kennzeichnen wir in der Vergleichstabelle als "nicht öffentlich dokumentiert", statt sie wegzulassen oder zu interpretieren. Einkäufer sollten fehlende Nachweise im Tenderverfahren direkt beim Anbieter anfordern, bevor ein Vertrag geschlossen wird.
Häufige Fragen (FAQ)
Welche Plattformen sind FHIR R4-kompatibel?
FHIR R4 ist der von gematik festgelegte Interoperabilitätsstandard für den Datenaustausch über die ePA. Physitrack dokumentiert eine FHIR- und HL7-kompatible Interoperabilitätsebene sowie eine native Epic-Integration. Bei Caspar Health, Wibbi und Physiofit ist eine FHIR-R4-Schnittstelle in den öffentlichen Quellen nicht belegt.
Was ist der Unterschied zwischen ePA-Integration und DiGA-Status?
Die ePA-Integration beschreibt, ob eine Plattform Patientendaten strukturiert über die Telematikinfrastruktur austauschen kann, geregelt in §341 SGB V. Der DiGA-Status hingegen bezeichnet die Aufnahme ins BfArM-Verzeichnis mit Erstattungsanspruch nach §139e SGB V. Physitrack besitzt eine ePA-fähige Interoperabilitätsebene, hat aber keinen DiGA-Status und ist nicht im BfArM-Verzeichnis gelistet.
Welche Software eignet sich für ORBIS-Klinikumgebungen?
ORBIS und i.s.h.med sind die beiden Krankenhausinformationssysteme, für die deutsche Einkäufer konkrete Konnektivitätsnachweise verlangen. Physitrack positioniert sich als FHIR/HL7-kompatible Ebene über bestehenden KIS, benennt ORBIS und i.s.h.med in den öffentlichen Quellen jedoch nicht ausdrücklich. Sie sollten diesen Punkt im Beschaffungsgespräch direkt klären, da die Einkäufer schriftliche Nachweise statt allgemeiner Integrationsformulierungen erwarten.
Ist Physitrack ohne DiGA-Status in Deutschland zugelassen?
Physitrack ist als CE-gekennzeichnetes Medizinprodukt eingestuft und in Deutschland einsetzbar, auch ohne DiGA-Status. Der fehlende DiGA-Eintrag bedeutet lediglich, dass kein Erstattungsanspruch nach §139e SGB V besteht, nicht dass die Plattform nicht genutzt werden darf. Für Klinikverbünde und Krankenhausambulanzen ist die ISO-27001- und ISO-13485-Zertifizierung in der Regel das entscheidende Kriterium.
Was kostet Physitrack für ein Klinikverbund-Konto?
Physitrack veröffentlicht keine festen Enterprise-Preise, da Lizenzkosten von Standortzahl, Lizenztier und Supportumfang abhängen. Der Online-ROI-Rechner deckt bis zu 34 Lizenzen ab. Für größere Teams erstellt das Vertriebsteam ein individuelles Angebot, das einen dedizierten Customer Success Manager und bei 20+ Lizenzen 24/7-WhatsApp-Support einschließt. Ein konkretes Angebot erhalten Sie über das Talk-to-Sales-Formular.
